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10. Koronarsymposium widmet sich Untersuchungen im Herzkatheterlabor

Quedlinburg. Mehr als 150 interessierte Besucher hatte das 10. Koronarsymposium Harz des Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben. Die Klinik für Innere Medizin/Kardiologie in Quedlinburg unter Chefarzt Dr. Sven Fischer hatte diese Tagung erneut im Palais Salfeldt ausgerichtet.

Gastgeber Dr. Sven Fischer hat das 20-jährige Bestehen des Herzkatheterlabors in Quedlinburg zum Anlass genommen, die Entwicklung der kardiologischen Behandlungen am Harzklinikum darzustellen.

Die „Erfolgsstory“, so der Chefarzt, begann 1997 in einem Containeranbau auf dem Gelände des Klinikums in Quedlinburg. Unter der Leitung des damaligen Chefarztes Prof. Dr. Stefan Peters und der intensiven Mitarbeit der Leitenden Oberärztin Dr. Bettina Götting wurde das erste Herzkatheterlabor im Harzkreis vor genau 20 Jahren in Betrieb genommen. Dr. Sven Fischer: „Die ersten Gehversuche waren seinerzeit noch schwierig: 250 untersuchte Patienten und dabei 50 der sogenannten Ballondilatationen standen im ersten Jahr zu Buche. Acht Jahre später konnte das Herzkatheterlabor in den zweiten modernen Klinik-Neubau am Ditfurter Weg umziehen. Von 2008 an und bis heute trägt Dr. Sven Fischer die chefärztliche Verantwortung für die Klinik für Innere Medizin. Es folgen vom konsequenten Ausbau der medizinischen Leistungen geprägte Jahre. Mit einem weiteren Höhepunkt zwei weitere Jahre später: Der zweite Katheterplatz wird 2010 offiziell in Betrieb genommen.

Die inzwischen zum Herzzentrum Harz gewachsene kardiologische Klinik nimmt mittlerweile mehr als 1000 Ballon-/Stent-Implantationen im Jahr vor. Dr. Sven Fischer: „Wir haben in diesen 20 Jahren mehr als 40 000 Patienten untersucht.“ Eine Zahl die der heutigen kompletten Einwohnerschaft von Quedlinburg und Thale entspricht. „Bei der Versorgung unserer Herzpatienten haben wir in den vergangenen acht Jahren einen universitären Standard erreicht“, schätzt der Chefarzt ein. Das Herzzentrum im Harzklinikum ist mit den Universitätskliniken Halle und Magdeburg sowie dem Herzzentrum Coswig online verbunden, „und wir können uns auf diese Weise zu jeder Zeit mit unseren Kollegen dort abstimmen und spezielle Diagnosen besprechen“, informiert Dr. Sven Fischer. Er nennt eine weitere Zahl, die die Leistungsfähigkeit des Herzzentrums beschreibt: „Wir nehmen jährlich mehr als 500 Device-Implantationen vor. Das bedeutet, wir setzen den Patienten 1-, 2- oder 3-Kammer-Herzschrittmacher sowie ICDs (implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) und sogenannte Eventrekorder ein. Für den Chefarzt war in seinem Vortrag der Hinweis wichtig, dass alle diese Leistungen dem Wohl der Patienten dienen.

Dies sei jedoch nur möglich, weil er ein leistungsfähiges Team aus Ärztinnen und Ärzte im Harzer Herzzentrum des Harzklinikums, unterstützt von einem gleichermaßen engagierten wie gut ausgebildetem Team um die verantwortliche Medizinisch-Technische-Radiologie-Assistentin und Leiterin des Herzkatheterlabors Heidemarie Steffen an seiner Seite weiß.

Dr. Bettina Götting, inzwischen Chefärztin am Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück, hat in ihrem Vortrag auf dem Koronarsymposium zunächst Dr. Sven Fischer für seinen Rückblick auf Quedlinburger Kardiologie-Historie gedankt. Wesentliche Teile dieser anfänglichen Geschichte hatte die Ärztin mit gestaltet. Engagiert und anschaulich zugleich referierte sie sodann über die medizinische Entwicklung der Herzkatheteruntersuchungen. Anstoß zum wissenschaftlichen Austausch unter den Tagungsteilnehmern haben auch Chefarzt Dr. Wieland Schulze (Ameos Haldensleben) gegeben, der zum Komplikationsmanagement im Herzkatheterlabor gesprochen, und Dr. Efstratios Charitos (Uni-Klinikum Halle), der Neues zur Mitralklappe vorgestellt hat. Referent Prof. Dr. Christian Butter vom Herzzentrum Brandenburg (Bernau) war kurzfristig dienstlich verhindert.

Zum Tag der offenen Tür lädt das Herzzentrum Harz am Harzklinikum in Quedlinburg am Mittwoch, 29. November, von 14.30 bis 17 Uhr ein. Bereits eine Woche zuvor, am Mittwoch, 22. November, von 15 bis 17 Uhr, wird die Kardiologie im Wernigeröder Harzklinikum über Herzerkrankungen an einem Tag der offenen Tür informieren.