• Bild: Harzklinikum Aktuell
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Gesundheit braucht Kompetenz

Anerkannte Leistungen der Lungenklinik nicht zerreden

Zur öffentlichen Debatte um Gutachten für das Harzklinikum

Ballenstedt. In der öffentlichen Diskussion über das Struktur-Gutachten für das Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben gibt es einzelne Stimmen, die damit das Aus für die Lungenklinik Ballenstedt verbinden. Wie Dr. Kathrin Conrad, Ärztliche Direktorin der Lungenklinik, und Verwaltungsdirektor Andreas Sokoll betonen, gibt es keinerlei entsprechende Beschlüsse. Vielmehr schlägt das Papier der bundesweit tätigen Gutachter vor, die Kompetenzen der Lungenklinik Ballenstedt mit den Abteilungen des Harzklinikums zu bündeln, um im Quedlinburger Harzklinikum ein Zentrum für Lungenerkrankungen zu etablieren. Die große Nähe zum dortigen kardiologischen Schwerpunkt spreche aus medizinischer Sicht für einen solchen Schritt, argumentieren die Gutachter. Zugleich betonten sie, kurzfristig sei ein Umzug der Ballenstedter Fachklinik für Lungenkrankheiten an den Ditfurter Weg nicht umsetzbar, dies vielmehr eine mittelfristige Option. Vor diesem Hintergrund fordern Dr. Kathrin Conrad und Andreas Sokoll „Fingerspitzengefühl“ nicht nur öffentlich einzufordern, dieses in der aktuellen Debatte auch selbst zu beweisen. Wer von einem Verlust von 160 Arbeitsplätzen spreche, schadet der Lungenklinik. In einer Mitarbeiterversammlung sind die Ballenstedter Klinikbeschäftigten über die Vorschläge der Gutachter informiert worden. Dabei wurde unter anderem auch über die Perspektiven an einem anderen Klinikstandort gesprochen. Dass die Gutachter-Meinung auch Einschnitte für manche medizinischen Leistungen in einzelnen Städten bedeute, komme nicht überraschend. Es gehe in der Entwicklung des Medizinischen Leitbildes für das Harzklinikum um medizinisch-sinnvolle und dabei wirtschaftliche Strukturen für die Unternehmensgruppe Harzklinikum. Immer mit dem Ziel, für die Menschen in der Harzregion ein leistungsfähiges Krankenhaus in kommunaler Hand zu bleiben. Nach Mitteilung von Ärztlicher Direktorin und des Verwaltungsdirektors befassen sich die Gremien der Evangelischen Stiftung Neinstedt bereits mit dem Gutachten. Stiftung und Harzklinikum sind gemeinsam Träger der Lungenklinik Ballenstedt, und gemeinsam werde auch die Zukunft der Fachklinik gestaltet. Dr. Kathrin Conrad und Andreas Sokoll danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lungenklinik für ihr großes, vielmals langjähriges Engagement - vor allem in diesen besonderen Zeiten der Corona-Pandemie. Zugleich versichern sie, dass die Mitarbeiterschaft über die Beratungen der Strukturpläne weiter transparent, offen und ehrlich informiert werde. Das Ziel aller müsse und werde es sein, den guten Ruf der Lungenklinik zu wahren, die Patienten bestmöglich zu betreuen. (tk)