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Gesundheit braucht Kompetenz

Blicke hinter die Kulissen einer Darmspiegelung

Vortrag, Führungen und Informationsgespräche rund um das Thema Darmkrebs gibt es am Tag der offenen Tür im Quedlinburger Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben. Die Interdisziplinäre Endoskopie lädt dazu am Mittwoch, 17. April, von 13 bis 16.30 Uhr in den Ditfurter Weg 24 ein. Quedlinburg. Durchfälle sind das Vortragsthema von Oberarzt Dr. Frank Arand am Tag der offenen Tür in Quedlinburgs Endoskopie. Um 13 Uhr beginnt der Referent seinen Vortrag im Tagungszentrum des Harzklinikums am Ditfurter Weg 24. Dr. Frank Arand: „Es gibt ein ganzes Spektrum an möglichen Ursachen für Durchfall. Dabei ist abzuklären, ob Viren oder Bakterien dafür verantwortlich sind.“ Mit Hilfe von beispielsweise einer Magenspiegelung, einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes oder von Test auf Frucht- und Milchzucker-Unverträglichkeiten könne die Ursache von Durchfällen diagnostiziert werden, läutert der Magen-Darm-Experte. Würden Durchfälle sogar chronisch auftreten, rät der Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie zu einer Darmspiegelung und der Entnahme von Gewebeproben. Von 14 bis 16.30 Uhr findet in den Räumen der Interdisziplinären Endoskopie im Erdgeschoss des alten Haupthauses (Haus 2) der Tag der offenen Tür statt. Die Mitarbeiter um die Leitende Endoskopie-Schwester Rita Held stellen die Untersuchungsräume vor und informieren über die medizinischen Leistungen des zertifizierten Darmkrebszentrums Harz am Harzklinikum. Besuchern werden moderne Untersuchungsgeräte und deren Handhabung beispielsweise bei einer Darm- oder Magenspiegelung erläutert, die interessierten Gäste werden durch die Untersuchungsräume und den Aufwachbereich geführt. Selbstverständlich stehen alle Mitarbeiter für Fragen der Besucher zur Verfügung. In diesen Gesprächen sollen auch für eine Krebs-Vorsorgeuntersuchung geworben und gleichzeitig den Patienten eventuell vorhandene Ängste vor einer Darmspiegelung genommen werden. Hintergrund: Darmkrebs gehört weltweit zu den häufigsten bösartigen Tumoren. Jedes Jahr erkranken daran in Deutschland etwa 70 000 Menschen neu. Dabei ist der Darmkrebs eine der wenigen Krebserkrankungen, die durch Vorsorge weitgehend verhindert werden können, da die Vorläufer dieser Tumore in 90 Prozent gutartige Polypen sind, das sind Wucherungen der Dickdarmschleimhaut. Diese können während einer Darmspiegelung entfernt werden. Wenn der Darmkrebs in einem sehr frühen Stadium erkannt wird und noch keine anderen Organe in Mitleidenschaft gezogen sind, besteht eine sehr große Heilungschance. Darmkrebs früh zu erkennen heißt, die angebotenen Früherkennungsuntersuchungen zu nutzen. Dazu gehört, dass ab dem 55. Geburtstag alle Menschen im Rahmen der Krebsfrüherkennung Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie) haben, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Ist in der Familie Darmkrebs bereits aufgetreten, sollte eine Koloskopie bereits vor dem 55. Lebensjahr vorgenommen werden.

Das Team der Interdisziplinären Endoskopie am Quedlinburger Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben um Schwester Rita Held und Oberarzt Dr. Frank Arand (Mitte) lädt für den 17. April zum Tag der offenen Tür ein Foto: Tom Koch/Harzklinikum