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Gesundheit braucht Kompetenz

Foto-Shooting fürs Herz

Computertomograph in der Radiologie des Quedlinburger Radiologie liefert gestochen scharfe Bilder von Herzgefäßen

Quedlinburg. Obwohl das Herz rund 70 Mal in einer Minute schlägt, liefert der moderne Computertomograph(CT) in der Radiologie im Quedlinburger Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben ein „gestochen scharfes“ Bild von diesem lebenswichtigen Organ.
Die Erklärung dafür geben die Oberärzte Dr. Torsten Köhlitz und Christoph Witte. Parallel zu dieser Röntgenuntersuchung wird ein EKG aufgezeichnet, und immer, wenn sich das Herz für wenige Millisekunden „ausruht“, dann genau wird vom CT eine Aufnahme gefertigt – ohne Bewegungsunschärfe, ein „Foto“ ohne Verwackler. Die Radiologen erhalten ein Bild, auf dem sie sicher den möglichen Befund erkennen können. Die Ärzte suchen nach Engstellen in den Herzkranzgefäßen, und diese bereits so frühzeitig, dass schwere Erkrankungen verhindert werden können. Patienten, die ein sogenanntes Herz-CT anfertigen lassen, sind jene „mit niedriger bis mittlerer Gefahr, dass ihre Herzkranzgefäße erkrankt sind“. Oftmals jüngere Menschen, die über Herzenge – auch als Angina pectoris bezeichnet – klagen, dafür können erkrankte Herzkranzgefäße die Ursache sein.

Bislang, so Dr. Torsten Köhlitz, mussten solche Patienten im Herzkatheterlabor untersucht werden. Dafür ist das Öffnen einer Vene meist in der Leiste erforderlich, man benötigt größere Mengen an jodhaltigem Kontrastmittel zur Gefäßdarstellung, und die Röntgenstrahlendosis ist in der Regel höher als der moderne Computertomograph in der Quedlinburger Radiologie zur Bilderstellung benötigt. „Das neue Gerät ist ein sogenanntes 80-Zeilen-CT. Dahinter verbirgt sich, in einem Scan werden 80 Schichten aufgenommen“, erklärt Christoph Witte. Im Vergleich zum Vorgängermodell mit 16 Zeilen bedeutet das für die Patienten, eine erheblich kürzere Untersuchungszeit und damit auch eine stark verringerte Röntgendosis, und obendrein liefert das Medizingerät deutlich bessere Daten für die Diagnose der Radiologen, so der Oberarzt am Institut für Radiologie.

Derzeit wird mit den gesetzlichen Krankenkassen über die Kostenübernahme verhandelt. Daher ist momentan nur die ambulante Untersuchung von privat versicherten Patienten möglich. Christoph Witte: „Wir hoffen auf eine baldige Entscheidung zur Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen, damit wir unser Angebot allen Patienten und Zuweisern zugänglich machen können.“


Dr. Torsten Köhlitz, ihm hat die Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) das sogenannte Q2-Zertikat für solche Herz-CT verliehen: „Wir sind jetzt sowohl technisch als auch personell so aufgestellt, dass wir in Quedlinburg – dort befindet sich der kardiologische Schwerpunkt innerhalb unseres Harzklinikums – diese Herz-CTs vornehmen können.“