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Gute Nachrichten für Knie und Hüfte

Neues EndoProthetikZentrum erstmals zertifiziert

Quedlinburg. Das EndoProthetikZentrum Harz hat seine erstmalige Zertifizierung erfolgreich gemeistert. „Unser Ziel, ein neues Zentrum zu etablieren, haben wir erreicht“, kann Zentrumsleiter Dr. Olaf Schaeper zufrieden einschätzen. In diesem Zentrum im Quedlinburger Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben werden alle Operationen zum Einsatz und zum Wechseln von künstlichen Hüft- und Kniegelenken zusammengefasst. Laut Dr. Olaf Schaeper, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, gibt es für Operationen am EndoProthetikZentrum fünf Szenarien, sogenannte PatientenIndikationen: Das geplante Einsetzen von Hüft- und Knie-Endoprothesen sowie der Wechsel dieser Gelenke. Dazu kommen Frakturen, also Knochenbrüche, in unmittelbarer Nähe zur Prothese sowie Frakturen nahe der Hüfte. Dass solche komplizierten Operationen in zertifizierten Zentren vorgenommen werden sollten, ist eine Forderung zahlreicher Krankenkassen und Gesundheitsinstitutionen. Grund dafür ist die wissenschaftlich fundierte Einschätzung, erst eine Mindestanzahl an Operationen garantiert eine höhere Behandlungsqualität. Sprich: Erfolgreiche OPs, weniger chirurgische Komplikationen wie ungeplante Folge-Operationen. Im Jahr 2019, Corona bedingt hat es im Vorjahr weniger solcher geplanten OPs gegeben, wurden am Harzklinikum 264 Hüftgelenke und 201 Kniegelenke operiert. Das neue EndoProthetikZentrum ist Teil des Zentrums für Traumatologie und Orthopädie am Harzklinikum, geleitet von Chefarzt Dr. Alexander Krumnow. Das Vorhaben, in Quedlinburg ein Endoprothetik-Zentrum zertifizieren zu lassen, gibt es bereits seit längerem. Zunächst galt es beispielsweise, notwendige Software-Lösungen zu installieren, in erforderliche Röntgendiagnostik zu investieren sowie spezielle orthopädische Weiterbildungen für die vier Hauptoperateure, die Oberärzte Jürgen Becker, Dr. Rocco Christophorie, Dr. Olaf Schaeper und Carlos Valverde. Nach ihrem zweitägigen Audit im Quedlinburger Harzklinikum haben die Gutachter „die hervorragende Zusammenarbeit mit der kardiologischen Abteilung vor den Operationen“ gewürdigt. Die „zielgerichtete und angenehm kooperative Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen: ärztliches Personal, Pflege und Physiotherapie, Sozialdienst und Qualitätsmanagement auf kurzen Dienstwegen“ wurde im Zertifizierungsverfahren als „besonders positiv hervorzuheben“ eingeschätzt.
Gutachter Dr. Daniel Linnenberg: „Dem EndoProthetikZentrum Harz kann eine sicherere und qualitativ hochwertige endoprothetische Versorgung bestätigt werden. Fakten:
Zentrum für Traumatologie und Orthopädie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben
(Daten aus dem Jahr 2019): stationäre Patienten: 5101 Patienten in den Notaufnahmen 12 538 Patienten D-Arzt/BG 4189 Operationen (ambulant/stationär) 2940, davon Hand 337 Hüfte 264 Knie 201

Oberarzt Dr. Olaf Schaeper (links) und Chefarzt Dr. Alexander Krumnow, beide am Zentrum für Traumatologie und Orthopädie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben tätig, mit der Zertifizierungsurkunde und einem künstlichen Hüftgelenk. Foto: Harzklinikum