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Harzklinikum beteiligt sich erneut am Weltfrühgeborenentag

Wernigerode. Die Neonatologie – die Intensivstation für Früh- und Neugeborene - in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben in Wernigerode beteiligt sich erneut am Weltfrühgeborenentag. Das Aktionstag-Motto in diesem Jahr lautet: „Ganz nah bei Mama und Papa – eine starke Therapie für die Allerkleinsten. Wärme, Nähe, Haut-zu-Haut-Kontakt. Von Anfang an.“ Weltweit beteiligen sich Krankenhäuser am 17. November an diesem Aktionstag; als sichtbares Zeichen werden oftmals Klinikgebäude lilafarben angestrahlt - am Donnerstag auch das Wernigeröder Harzklinikum.

Deutschlandweit werden jährlich circa 60 000 Kinder vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren. Somit ist jedes 11. Neugeborene ein sogenanntes „Frühchen“; demnach sind Frühgeborene die größte Kinder-patientengruppe in Deutschland, wird auf der Internetseite welt-fruehgeborenen-tag.de informiert.

Jedoch gilt: Frühchen ist nicht gleich Frühchen. Je unreifer ein Kind bei seiner vorzeitigen Geburt war, desto größer sind die Risiken für sein gesundes Überleben. Mittlerweile gelingt es Medizinerinnen und Medizinern, selbst extrem unreifen Kindern ein Überleben zu ermöglichen, die vor der 24. SSW und damit mehr als vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin geboren wurden; sie wiegen bei der Geburt nicht selten weniger als 500 Gramm.

Sehr kleine Frühgeborene mit einem zu erwarteten Geburtsgewicht von bis zu 1500 Gramm sollen wegen entsprechender Vorgaben in spezialisierten Behandlungszentren, den sogenannten Perinatalzentren, versorgt werden. Dort können die zu früh geborenen Kinder umfassend versorgt werden. Diese Zentren können die spezielle intensivmedizinische Behandlung beim Auftreten von möglicherweise mit ihrer besonderen Unreife verbunden Komplikationen leisten. Die meisten Frühgeborenen kommen hingegen als sogenannte „späte“ Frühgeborene vermeintlich „nur“ wenige Wochen vor dem errechneten Termin zu Welt. Dennoch haben auch sie im Vergleich zu reif geborenen Kindern weit öfter mit Anpassungsproblemen und erhöhter Infektanfälligkeit zu kämpfen. „Starker Start für kleine Helden“ – dieses Motiv begleitet den Weltfrühgeborenentag seit vielen Jahren – das möchten Ärztinnen und Ärzte und Kinderkrankenschwester auf der Frühchen-Station im kommunalen Harzklinikum allen Babys ermöglichen. Unterstützt von aktiven Eltern von Anfang an: Ihre Kinder profitieren beispielsweisse von der „Känguruh-Methode, dem engen Haut-zu-Haut-Kontakt zwischen Neugeborenen und Eltern. Dieser stärkt die Gesundheit des Kindes sowie die emotionale Bindung zwischen Eltern und Baby."