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Harzklinikum startet Corona-Tests für alle Patienten am 1. September

Ferienende, Urlaubsrückkehrer und bevorstehende Grippe-Saison – das Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben bereitet sich auf die zu erwartende höhere Zahl an Corona-Patienten vor. Mit einer Ausweitung der Tests von Patienten auf eine Covid-19-Erkrankung und der Anschaffung eines neuen Testgerätes, das die Laborkapazitäten deutlich erhöht. Quedlinburg/Wernigerode. Mit Septemberbeginn werden am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben die Corona-Tests von Patienten deutlich ausgeweitet. „Wir werden ab 1. September alle unsere stationären Patienten auf Corona testen“, kündigt Dr. Peter Nartschik als Ärztlicher Direktor am Quedlinburger Harzklinikum an. Bislang wurden nur Personen getestet, die entsprechende Symptome gezeigt haben, Kontakt zu Covid 19-Erkrankten hatten oder aus einem Risikogebiet nach Deutschland eingereist sind sowie jene Patienten, die keinerlei Angaben dazu machen konnten, beispielsweise Unfallopfer. In den Kliniken in Blankenburg, Quedlinburg und Wernigerode werden ab September alle Patienten getestet, die stationär im Krankenhaus aufgenommen werden oder sich dort einer ambulanten Operation unterziehen. Mit diesem Schritt reagiert das Harzklinikum auf das Ferienende, die zunehmende Zahl an Reiserückkehrern und die bevorstehende Grippesaison – zumal das Corona- und das Grippe-Virus ähnliche Krankheitssymptome zeigen. Laut Dr. Peter Nartschik soll mit Hilfe der Tests für alle verhindert werden, dass unerkannt infektiöse Patienten auf anderen Stationen als den eigens dafür hergerichteten Isolierstationen behandelt werden, dadurch Mitpatienten, Besucher und das Klinikpersonal infizieren können. Konkret bedeutet das, zwei Tage vor einer Operation im Harzklinikum wird den Patienten ein Nasen- bzw. Rachenabstrich genommen, der auf Corona getestet wird. Dem Schutz des eigenen Personals dient zudem die Festlegung, dass ab sofort sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des kommunalen Krankenhauses, die Kontakt zu Covid 19-Patienten haben, in einem 14-Tages-Rhythmus ebenfalls auf Corona getestet werden. Das betrifft rund 60 Personen, die in der Quedlinburger Fieberambulanz, in den Isolierstationen in Quedlinburg und Wernigerode sowie den dortigen Notaufnahmen arbeiten. Bereits heute gilt: Alle Klinikmitarbeiter mit Corona- bzw. Erkältungssymptomen haben sich einem Test zu unterziehen. Täglich bis zu 200 Corona-Tests hat das Zentrallabor am Harzklinikum mit der neuen Regelung vorzunehmen. Neben der Zahl an täglich im Krankenhaus aufzunehmenden Patienten kommen solche Proben auch aus Krankenhäusern der Region wie dem Diakonie-Krankenhaus Harz in Elbingerode oder aus den RehaKliniken in Bad Suderode und Blankenburg sowie aus rund 100 Arztpraxen, vor allem im Harzkreis. Eigens dafür wurde der Gerätepark der Laborautomaten um ein leistungsfähiges Exemplar erweitert. „Wir können mithilfe dieses Laborautomaten bis zu 70 Proben auf einmal überprüfen, das dauert rund viereinhalb Stunden“, informiert Dr. Chitra Königsmark, Chefärztin des Zentrallabors am Harzklinikum. Das bedeute, dreimal täglich können der Automat von einer Medizinisch-technischen Laborassistentin bestückt und die Ergebnisse der Proben ausgewertet werden. Die von der Klinikleitung geforderte Zahl von 200 Tests wird somit erreicht. Rund 100 000 Euro kostet solch‘ Laborgerät, das bei Bedarf auch andere Tests als auf Corona vornehmen kann, so Chefärztin Dr. Chitra Königsmark. Bislang hat die Corona-Testkapazität am Harzklinikum bei täglich maximal 50 bis 60 Proben pro Tag betragen, in Kürze wird diese vervierfacht. Für ihre Tätigkeiten am neuen Laborgerät werden derzeit die Mitarbeiter eingearbeitet, Probeläufe gefahren und die Tests mit den Überprüfungen durch die bereits vorhandenen Corona-Laborautomaten abgeglichen. Laborchefin Dr. Chitra Königsmark: „Für den 1. September als der Überprüfung aller unserer Patienten am Harzklinikum sind wir gut vorbereitet.“