• Bild: Harzklinikum Aktuell
  • Bild: Harzklinikum Aktuell

Stellensuche

Gesundheit braucht Kompetenz

Hilfestellungen für den Nachwuchs stets griffbereit

Dr. Alexander Krumnow, Leiter des Regionalen Traumazentrums Harz am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben, ist einer der Ko-Autoren der „Ambulanzprotokolle chirurgische Notfälle".

Quedlinburg. Es sind gedruckte Erfahrungen auf knapp 286 Seiten. Das großformatige blaue Buch enthält Operationsberichte, entstanden in den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser. „Diese ‘Ambulanzprotokolle chirurgische Notfälle‘ sollen speziell unserem ärztlichen Nachwuchs eine Hilfestellung bieten", erklärt Dr. Alexander Krumnow. Der Chefarzt des Zentrums für Traumatologie und Orthopädie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben gehört zu den Ko-Autoren dieses Werkes, das zu Jahresbeginn nach zwölfmonatiger Redaktionszeit veröffentlicht werden konnte. „Diese OP-Berichte sollten in jeder Notaufnahme stets griffbereit" sein, findet Dr. Alexander Krumnow. Speziell für den medizinischen Nachwuchs - allerdings nicht ausschließlich – als fachliche Handreichung für den teilweise auch stressigen Alltag in einer Notaufnahme.
Dieses Buch soll dazu beitragen, jungen Kollegen das Erstellen von Notfallambulanzprotokollen zu vereinfachen und zugleich verletzungs- und krankheitsspezifische Formulierungen zu verwenden, die das eigene diagnostische und therapeutische Vorgehen schriftlich absichern und für Dritte nachvollziehbar erklären, zitiert der Quedlinburger Chefarzt aus dem Vorwort. Von der Idee bis zum Druck dieses Werkes ist rund ein Jahr vergangen. Das blaue Buch in den Händen haltend, erklärt Dr. Alexander Krumnow: „Wir als Interessenverband der Unfallchirurgen in Sachsen-Anhalt (IVU) sind zufrieden. Mit diesen Operationsberichten haben wir eine Handlungsanleitung geschaffen, das ist nützlich und sinnvoll." Die Herausgeber der OP-Berichte haben dem Interessenverband IVU ausdrücklich dafür gedankt, dass zahlreiche Chirurgen als Ko-Autoren zum Gelingen der „Ambulanzprotokolle" beigetragen haben. Der Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädie und Unfallchirurgie mit fachlichem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Handchirurgie ist seit knapp einem halben Jahr der Sprecher von Kollegen zum Beispiel aus Magdeburg, Stendal, Gardelegen und Salzwedel innerhalb des „Trauma-Netzwerkes Sachsen-Anhalt/Nord". Auf einem der jährlichen Arbeitstreffen ist als dabei als gemeinsame Aufgabe benannt worden, ein Ausbildungscurriculum für Unfallchirurgen zu schaffen.
Dr. Alexander Krumnow ist Ko-Autor für das Kapitel „Obere Extremität“, das auf knapp 50 Seiten Fallbeispiele enthält, die von einer Schulterprellung, den Katzenbiss bis zur Suizidalen Schnittwunde am Handgelenk reichen. Das berufliche Interesse an der Handchirurgie ist dem gebürtigen Dessauer (Jahrgang 1965) während seiner Ausbildung geprägt worden. Nach dem Studium in Rostock war der Mediziner im Lübecker Uniklinikum in der plastischen und handchirurgischen Abteilung tätig. Der Chefarzt am Harzklinikum: „Die Hand verfügt über sehr feine Strukturen, viele Sehnen, Muskel und Nerven – mithin eine komplexe Anatomie, das finde ich faszinierend.“

Dr. Alexander Krumnow, Chefarzt am Zentrum für Traumatologie und Unfallchirurgie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben, hält den Band „Ambulanzprotokolle für chirurgische Notfälle“ in den Händen. Er ist einer der Ko- Autoren dieses Nachschlagewerks, das seiner Einschätzung nach in jede Notaufnahme eines Krankenhauses gehört. Fotos: Tom Koch/Harzklinikum