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Ich schenke Dir mein Herz?! – Diskussion zur Organspende, Harzer Gesundheitsgespräch am 8. Mai in Quedlinburg

Das Für und Wider zum Thema Organspende ist Thema des Harzer Gesundheitsgesprächs am Mittwoch, 8. Mai, im Quedlinburger Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben.
Quedlinburg. Organspende? Na klar! Fragen und Antworten in der Diskussion zur Organspende stehen im Mittelpunkt des kommenden Harzer Gesundheits- gesprächs. Am Mittwoch, 8. Mai, findet diese Veranstaltung im Konferenzzentrum des Quedlinburger Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben im Ditfurter Weg 24 statt. Ab 17 Uhr stehen den interessierten Besuchern drei Experten zum Gespräch zur Verfügung: Der Mediziner Frank Weber, Transplantations- beauftragter im Quedlinburger Harzklinikum, Florian Brode von der Deutschen Stiftung Organtransplantation in Halle/Saale und Heinz Bächer als Krankenhausseelsorger am Universitätsklinikum Jena. Moderiert wird dieses Harzer Gesundheitsgespräch von Matthias Zentner, Krankenhausseelsorger am Quedlinburger Harzklinikum und Mitglied des Klinischen Ethikkomitees. Ich schenke Dir mein Herz?! Die Wartelisten für ein Spenderorgan sind lang. Aktuell warten in Deutschland fast 10 000 Menschen auf ein Organ. Nicht jeder Patient überlebt die Wartezeit. 901 Frauen, Kinder und Männer auf der Warteliste sind im Vorjahr verstorben. Im Vergleich zu anderen Mitgliedsstaaten des Eurotransplant-Verbunds ist Deutschland das Land mit den meisten Patientinnen und Patienten auf der Warteliste. „Die Situation ist dramatisch“, schätzt Matthias Zentner ein. In Deutschlands Bevölkerung bestehe eine breite Zustimmung, im Falle des Versterbens Organe zu spenden. „Auch die Evangelische Kirche sieht in der Organspende einen Akt der Nächstenliebe. Allerdings besitzen nur wenige Deutsche einen Organspendeausweis“, so der Krankenhausseelsorger am Harzklinikum. Im Harzer Gesundheitsgespräch wird gefragt werden: Woran liegt das? Warum fällt die Entscheidung zur Organspende so schwer, obgleich sie doch auf der Hand liegt? Spielt etwa der vor Jahren aufgedeckte Skandal um Manipulationen auf den Spenderlisten eine Rolle oder reicht die Verunsicherung noch tiefer? Was kann den Menschen helfen, seine Bereitschaft zu erklären, tatsächlich für eine Organspende zur Verfügung zu stellen? Zu solchen grundsätzlichen Fragen gesellt sich die aktuelle politische Debatte. Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn bevorzug die sogenannte doppelte Widerspruchslösung: Jeder, der nicht widerspricht, wäre somit automatisch ein Organspender, wenn darüber hinaus auch seine Angehörigen zustimmen. Matthias Zentner: „Gegen diesen Vorschlag regt sich breiter Widerstand. Warum?“ Ich schenke Dir mein Herz?! Organspende? Na klar! – dieses Harzer Gesundheitsgespräch verspricht eine lebhafte Debatte.

Matthias Zentner, Krankenhausseelsorger am Quedlinburger Harzklinikum, moderiert das Harzer Gesundheitsgespräch zur Organspende. Foto: Tom Koch/Harzklinikum