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Gesundheit braucht Kompetenz

Kontinenz-Sprechstunde - neues Behandlungsangebot im Harzklinikum

Dr. Iven Orlamünde bietet Expertise und fordert Ende des Tabus

Wernigerode. Allein in Deutschland gibt es neun Millionen Menschen, die von Harn- und Stuhlinkontinenz betroffen sind. Sie leiden unter unkontrollierter Harnoder/und Stuhlentleerung, die ihren Alltag sehr stark beeinträchtigt, schätzt die Deutsche Kontinenz-Gesellschaft ein. Da kaum einer der Betroffenen über diese Erkrankung spricht, weil sie ein „Tabu-Thema“ sei, erhalten die allermeisten auch keine Hilfe, bleiben die Behandlungsmöglichkeiten oftmals ungenutzt. Dr. Iven Orlamünde, 1. Oberarzt an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Wernigeröder Harzklinikum, fordert ein Ende dieses Tabus. Seit mehr als zehn Jahren behandelt er Patienten mit Darmschwäche. „Keiner spricht darüber, und so viele sind davon betroffen!“, weiß der Chirurg. Der 51-jährige Mediziner belässt es nicht bei dieser Feststellung. Seit Oktober ist der Facharzt für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Proktologie am Harzklinikum tätig, er arbeitete zuvor 17 Jahre in einem Ascherslebener Krankenhaus. Als Inhaber des Zertifikates für eine Zertifizierte Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz-Gesellschaft bietet der Arzt ab sofort im Wernigeröder Harzklinikum seine Expertise an. Seine Kontinenz-Sprechstunde findet immer donnerstags von 11 bis 13 Uhr in den Räumen der Chirurgischen Ambulanz statt; Anmeldungen dafür sind unter der Rufnummer (0 39 43) 61 15 27 erforderlich. Seine Behandlungsschwerpunkte, so Dr. Iven Orlamünde, sind Stuhlinkontinenz und Anal-Fisteln, das sind Entzündungen am Darmausgang, die sich beispielsweise durch nässende Poren, Schmerzen und Juckreiz bemerkbar machen. Darüber hinaus bietet der 1. Oberarzt an der Chirurgischen Klinik seinen Patienten das gesamte medizinische Spektrum zum Thema Darmschwäche an, das auch operative Eingriffe am Wernigeröder Harzklinikum einschließt. Dr. Iven Orlamünde: „Mit der neuen Sprechstunde möchten wir über moderne Therapiemöglichkeiten informieren, Untersuchungs- und Behandlungsformen vorstellen. Vor allem jedoch Betroffenen aus der Isolation helfen und ihnen eine bessere Lebensqualität und die Möglichkeit zu einer unbeschwerten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.“ (tk)

Dr. Iven Orlamünde, 1. Oberarzt an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Wernigeröder Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben, bietet ab sofort in seiner Zertifizierten Beratungsstelle eine Kontinenz-Sprechstunde für Patienten mit einer Darmschwäche an. Foto: Tom Koch/Harzklinikum