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Gesundheit braucht Kompetenz

Online-Tagung von fünf Brustzentren findet großes Interesse

Erfolgreiche Fortbildung von Frauenkliniken aus Sachsen-Anhalt

Quedlinburg/Wernigerode. Die zweite gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von fünf Frauenkliniken aus Sachsen-Anhalt war erfolgreich und eine Premiere zugleich. Anders als das erste Treffen im Jahr 2020 in Magdeburg konnte die aktuelle Fortbildung ausschließlich online stattfinden. „Wir sind äußerst zufrieden: Mit dem Interesse der Kolleginnen und Kollegen, der Qualität der Beiträge und der Resonanz auf diese Veranstaltung“, fasst Privatdozent Dr. Markus Hermsteiner als Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben zusammen. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Leiter des Brustzentrums Harz, Oberarzt Dr. Sven-Thomas Graßhoff, hatte er die Verantwortung für die wissenschaftliche Leitung und Moderation dieser virtuellen Tagung. Aktuelle Entwicklungen in der Behandlung von Brustkrebs waren das Thema. Der weltweit bedeutendste Medizinkongress zu dieser häufigsten bösartigen Erkrankung bei Frauen findet (normalerweise) in San Antonio in den USA statt. Anschließend werden die dort präsentierten Erkenntnisse und Empfehlungen in vielen Regionen der Welt publik gemacht und fachlich intensiv diskutiert; so auch in Deutschland. Im vergangenen Jahr hatten die Brustzentren aus der Altmark, aus Magdeburg – Städtisches Klinikum, Krankenhaus St. Marienstift, Universitätsklinikum – und am Harzklinikum das erstmals gemeinsam getan, auf Initiative von Prof. Dr. Holm Eggemann, Chefarzt der Frauenklinik am Städtischen Klinikum Magdeburg. Dieses Klinik-Quintett ist in früheren Strukturen begründet, als die Brustzentren der fünf Häuser dem Tumorregister Magdeburg angeschlossen waren. Die Tagungsreferenten Dr. Susanne Briest (Uni-Klinikum Leipzig), Prof. Dr. Jens-Uwe Blohmer (Charité Berlin), Prof. Dr. Michael Friedrich (Helios Klinikum Krefeld), Prof. Dr. Sherko Kümmel (Evangelische Kliniken Essen-Mitte) und Prof. Dr. Michael Untch (Helios Klinikum Berlin-Buch) haben ihre Kolleginnen und Kollegen aus Klinik und Praxis in der dreistündigen Veranstaltung mit einem umfassenden wissenschaftlichen Update zur operativen und medikamentösen Behandlung der unterschiedlichen Formen von Brustkrebs versehen, bis hin zu den neuesten Empfehlungen zur Betreuung von Frauen mit erblich bedingt erhöhtem Risiko, informiert PD Dr. Markus Hermsteiner. Immerhin vier der fünf Vortragenden gehören der Kommission der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie an, die für den deutschsprachigen Raum jährlich aktualisierte Leitlinien zu Diagnostik und Therapie des Brustkrebses veröffentlicht. Sie haben an zahlreichen nationalen und internationalen Studien mitgewirkt oder diese sogar geleitet. Für Chefarzt Dr. Markus Hermsteiner ist die Teilnahme solch‘ hochkarätiger Referenten zugleich ein Ausdruck ihrer Wertschätzung der Arbeit an den regionalen Brustzentren. Das schließt ausdrücklich die Kolleginnen und Kollegen in den gynäkologischen Praxen ein, die ebenso wie Klinik-Ärzte und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brustzentren eingeladen waren, an dieser online-Fortbildung teilzunehmen. In der Spitze haben mehr als 120 Personen die Veranstaltung verfolgt, und das nicht nur passiv als Zuschauer. Per Chat-Funktion konnten die Teilnehmer Fragen an die Referenten richten und so zum interaktiven Gelingen beitragen. Überrascht seien sie gewesen, berichten die beiden Moderatoren aus dem Harzklinikum, welch hoher organisatorischer Aufwand im Vorfeld zu leisten war, um das technische Gelingen dieser Online-Fortbildung zu ermöglichen. Das Fazit von Privatdozent Dr. Markus Hermsteiner ist rundum positiv: Interessante Vorträge, fast so viele Teilnehmer wie bei der PräsenzVeranstaltung vor einem Jahr (darunter sogar ein Kollege aus SchleswigHolstein) und keinerlei technische Pannen. Dennoch vermisst nicht nur er die aktuell fehlende Möglichkeit zum kollegialen Austausch, zur persönlichen Begegnung. Der Chefarzt aus dem Harzklinikum kündigt an: „Wir haben fest verabredet, dass die fünf Brustzentren auch 2022 eine solche Fortbildung ausrichten werden. Gemeinsam hoffen wir, dass diese dann wieder vor Ort in Magdeburg stattfinden kann.“ (tk)

Chefarzt Privatdozent Dr. Markus Hermsteiner (vorn) und Dr. Sven-Thomas Graßhoff, Ärztlicher Leiter des Brustzentrums Harz, beide aus dem Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben, haben die onlineTagung von fünf Brustzentren wissenschaftlich geleitet und moderiert. Foto: Harzklinikum