• Bild: Harzklinikum Aktuell
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Vom Hörsaal ins Krankenhaus - Medizinstudenten besichtigen Harzklinikum

Vom Hörsaal ins Krankenhaus: 26 künftige Ärzte haben sich im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben über den Klinikalltag informiert. Eine Art Stimmgabel, eine „Gebärlandschaft" und ebenso ein mit Ultraschall betriebenes Skalpell oder auch der hochmoderne Linearbeschleuniger in der Strahlenklinik sorgten bei dieser Exkursion ins Wernigeröder Harzklinikum für manches Staunen und etliche Fragen.

 

Wernigerode. Medizinstudierende aus dem zweiten bis fünften Semester der Martin-Luther-Universität Halle und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben im kommunalen Harzklinikums von Praktikern Antworten auf ihre Fragen zum künftigen Arztberuf erhalten. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von der Kassenärztlichen Vereinigung, so wie in den Vorjahren auch. Die jungen Frauen und Männer hörten in Wernigerode Vorträge, besichtigten Kliniken und waren eifrig mit ihren Gastgebern im Gespräch. Themen waren die Angebote zur Facharztausbildung am Harzklinikum, der Berufsalltag im Krankenhaus, ebenso die wirtschaftlichen, kulturellen, landschaftlichen oder auch Bildungsangebote in der Harzregion, die Versorgung mit Kindergartenplätzen oder der hiesige Immobilienmarkt.

 

Diplom-Medizinerin Sabine Wesirow, Oberärztin in der Klinik für Neurologie, Diplom-Physikerin Doreen Seidel (Strahlenklinik), Dr. Uwe Grahmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. Markus Hermsteiner, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, sowie Sebastian Wagner, Assistenzarzt am Zentrum für Innere Medizin, haben den Studierenden fleißig Rede und Antwort gestanden. Oberärztin Sabine Wesirow nutzte die studentische „Visite", um in der Stroke Unit (der Abteilung für Schlaganfall-Patienten) ihren zukünftigen Kollegen die Untersuchung einer Patientin zu demonstrieren, die einen Schlaganfall erlitten hatte. Dafür nutzte die Ärztin auch ein Instrument, das wie eine überdimensionale Stimmgabel aussieht. Interessiert haben die Studierenden die Möglichkeit genutzt, mit diesem Instrument die Patientin zu untersuchen. Chefarzt Dr. Uwe Grahmann stellte in einem Operationsaal Teile des gebräuchlichen OP-Instrumentariums vor, darunter ein Messer, das mit Hilfe von Ultraschall schneidet. Die Besichtigung der Notaufnahme – in der jährlich rund 22.000 Patienten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr behandelt werden, gehörte ebenso zum Exkursionsprogramm.

 

Chefarzt Dr. Markus Hermsteiner führte die Medizinstudenten durch die Neonatologie, die Intensivstation für Früh- und Neugeborene, und die unmittelbar benachbarten Kreißsäle. Rund 1200 Kinder werden jährlich im Harzklinikum geboren, im Vorjahr hat es dabei erneut 24 Zwillingsentbindungen gegeben. Die werdenden Mütter können für die Geburt einen Kreißsaal mit einem besonders großen Bett nutzen, auf dem auch der begleitende Partner mit Platz nehmen kann – der Bettenhersteller hat dieses Modell als "Gebärlandschaft" bezeichnet. Dass zu einer effizienten Strahlentherapie nicht nur ein leistungsstarker Linearbeschleuniger und die bestmögliche Behandlung durch das Team der Strahlenklinik gehören, sondern auch das Fachwissen durch Strahlenphysiker, darüber hat Diplom-Physikerin Doreen Seidel die Medizinstudenten informiert. Dass die ursprünglich vorgesehene Zeit für diese studentische Visite im Harzklinikum deutlich überschritten wurde, zeugt vom großen Interesse der künftigen Ärzte: Sie haben im Harzklinikum eine extra große Portion Klinikluft schnuppern können.

Eine Station des Rundgangs im Wernigeröder Harzklinikum: Die Strahlenklinik mit Chef-Physikerin Doreen Seidel.